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Jahresfahrten

2018

33. Jahresfahrt

des Förderkreises Orgel und Orgelmusik an St. Nikolaus Bergen- Enkheim
Mittwoch, 12. September 2018

Blauer Himmel - klare Luft - pünktlich versammeln sich die Teilnehmer der Jahresfahrt an der Enkheimer Kirche Hl. Kreuz - 7.45 soll der Bus starten. Man begrüsst und freut sich, viele Bekannte der Orgelgemeinde sind zu sehen. Andrea Walz wird schon unruhig, dann erfahren wir, dass der Bus in einem Unfallstau steckt. Doch wir werden bald vom langen Warten erlöst und „zügig“ geht es über Bergen von der St Nikolaus-Kirche zur Autobahn, die uns doch recht schnell nach Mainz leitet.

Wir erhalten wie immer eine ausführliche schriftliche Einführung in die Historie der Gebäude und ihre Umgebung, die wir sehen werden, eine kurze Geschichte der Städte Mainz und Ingelheim, eine Beschreibung der Kirchen und deren Orgeln. Wir kommen mit nur geringer Verspätung in der Nähe von St. Stephan an - wir müssen ein wenig hinunterlaufen zur Kirche, die dennoch auf einem Hügel, dem Stephansberg liegt, mächtig herunterschauend auf die Stadt. Sie ist übrigens die älteste gotische Kirche am Mittelrhein und neben dem Mainzer Dom die wichtigste der Stadt.

Der Innenraum birgt eine einmalige Besonderheit. Beim Hineingehen in die Kirche fällt der ruhige, schnörkellose Bau auf - aber dann das grosse Staunen - die Glasfenster rundum - deren Blautöne überwiegen. Man wusste von den Chagallfenstern, aber diese Fülle und Vielseitigkeit! Wir erhalten einen ausführlichen und kompetenten Vortrag über die einzelnen Fenster in der Apsis - neun Fenster insgesamt, es sind die letzten Kirchenfenster, die dieser Meister schuf. Im hohem Alter verstand er es, vielseitige Aussagen bildlich zu machen, differenzierte Zusammenhänge zwischen dem Glauben der Juden und der Christen. Er zeigt, dass Juden und Christen zusammen gehören: „der Glaube an den einen Gott, den Gott Jesu Christi wie der Väter“ ist es, der die Juden und Christen unlösbar miteinander verbindet. Voller Staunen folgen wir den einzelnen Erklärungen der Glasbilder. Die restlichen Fenster wurden auf ausdrücklichen Wunsch Chagalls von Charles Marq ausgeführt.

Anschliessend bewundern wir noch die grossartige Orgel, die 2013 von Kardinal Lehmann geweiht wurde, sie steht im südlichen Querhaus - „glänzender Silberton betont die Grösse dieses Instrumentes: die Metalloberflächen nehmen die Wirkung der Fenster in sich auf, spiegeln sie wider und vertiefen die Farbwirkung“ schreibt der Orgelbauer Philipp Klais.
Kantor Otterbach führt uns das Instrument mit einigen Kompositionen vor, dabei kann man noch einmal sinnend auf die Fenster blicken - viele Tage müsste man hier verbringen.

Wir müssen nun aber hinunter in die Stadt laufen, die nächste Kirche wartet. Es geht doch sehr bergab, wird für manchen etwas anstrengend. Hier b egrüßt uns die Organistin der Augustinerkirche - heute Seminarkirche des Priesterseminars der katholischen Diözese Mainz. In der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts erbaut, haben wir eine helle, relativ kleine Barockkirche vor uns mit schönen Deckengemälden und manchem Schmuck, der doch dem Rokoko nahe ist. Wir hören die nun ganz anderen, zarten aber dadurch auch sehr klaren Töne der fast originalen Barockorgel der Orgelbauer Stumm mit ausgewählten, zum Instrument passenden Werken vor. Nun ist es aber Zeit zum Mittagessen im „Augustinerkeller“ mit bestem Service - wir ruhen uns gern aus und gehen dann gestärkt zum Bus, der uns nach Ingelheim fährt.

Sehr nahe der ehemaligen Kaiserpfalz kann unser Bus halten und wir gehen zu den wenigen, aber doch noch eindruckvollen Resten, die uns von den Führern ausführlich und durch Bilder belegt erklärt werden, die wechselvolle Geschichte und Bedeutung wird uns dabei sehr bewusst.

Im Foyer der Saalkirche steht eine Stärkung mit Kaffee und Kuchen bereit (wer hatte sie hergezaubert?) und dann gehen wir in den Kirchenraum - zu unserem Erstaunen hat die doch kleine romanische Kirche zwei Orgeln - eine historische von 1853 im Querhaus und auf der Westempore eine sehr grosse mit 83 Register, vier Manualen und Pedal.
Letztere wurde 2008 von der First Presbyterian Church aus Passaic (New Yersey) erworben - von Skinner 1930 erbaut - da man dessen Orgeln als „Rolls Royce“ unter den Orgeln bezeichnet - waren wir sehr gespannt auf den Klang und nahmen erwartungsvoll im Kirchenraum Platz. Vor uns der Blick auf einen fahrbaren Orgelspieltisch, der sozusagen auf den Altartreppen stand mit entsprechendem technischen Zubehör. z.B. einem Video-Film aus dem „Innenleben“ der Orgel mit Klangbeispielen, vorgeführt vom Ehepaar Iris und Carsten Lenz. Sie stellten die Klangcharakteristik der beiden Orgeln theaterähnlich vor, auch die Wahl der Stücke als bunter Reigen präsentierte ein Bild der unglaublichen Möglichkeiten für Orgelspiel, eine besondere Erfahrung.

Danach fuhr uns der Bus zum Abendessen in die Weinstube „Alter Gutshof“ - wir hatten aus der vielfältigen Speisekarte vorher unsere Wünsche weitergegeben und so konnten alle in der Wirtsstube Speis und Trank geniessen.
Die Heimfahrt verlief mit Nachdenken oder fröhlichen Gesprächen. Wie viele interessante Kirchen und Orgeln, Landschaften und leibliche Genüsse hat uns das Ehepaar Walz und der Förderkreisvorstand im Laufe der Jahre doch geboten, wie viel Arbeit und Vorbereitung dahinter steckt, kann man nur ahnen und dankbar sein.

von Birgitta Krumm, 15.9.2018


ein Teil der Gruppe in der Saalkirche zu Ingelheim

2017

32. Jahresfahrt

"Orgeln in der Bayerischen Rhön"
Wieder einmal hatte sich der Vorstand, insbesondere Bernd und Andrea Walz und Willi Eutebach eine besondere Herbstfahrt ausgedacht . diesmal zu Kostbarkeiten in der Bayerischen Rhön.
Eine Landschaft von sanften Hügeln voller Grün . gerade recht für einen sonnigen Herbsttag und so ist es nach langen Wochen schlechten Wetters gelungen, einen wunderschönen Tag zu erleben.
Die Fahrt nach Nordosten ging zügig, auf der Gegenfahrbahn ein langer Stau . wir aber hatten freie Bahn. Der Bus brachte uns direkt bis zur ersten Kirche von Bad Kissingen . der katholischen Stadtpfarrkirche Herz Jesu. Wir haben eine Kirche aus dem 19. Jahrhundert vor uns . Neugotik . weisser Sandstein . ein mächtiger Bau mit besonders grossem Kirchenraum in Grautönen, der mehrmals umgebaut wurde und 2003 noch mal umgestaltet und saniert.
Das Besondere sind sicher die modernen Kirchenfenster . in der Apsis von 1948/53 bildliche Darstellungen . das neue Testament, das alte Testament und in der Mitte Christus als Guter Hirte.
Im Kirchenschiff aber hat in den 60er Jahren Georg Meistermann strahlend-farbenprächtige Fenster geschaffen . in solcher Fülle und Vielseitigkeit sieht man solche selten . sie stehen für die Feiertage des Kirchenjahres.
Grossartig auch der Orgelprospekt der Fa Schuke . die rotbraune Fassung bringt diesen zum Leuchten. Wir hören ein vielseitiges Orgelkonzert (Mozart) von Regionalkantor Burghard Ascherl, das diesen grossen Raum ausfüllt und uns beeindruckt.
Als Überraschung für die Teilnehmer hatte sich die Reiseleitung mit Frau Ascherl, Sopran, eine Mittwirkung ausgedacht. Sie sang das „Magnificat“ von Naki Hakim für uns. Langer Applaus.

Gemeinsam laufen wir nun zur etwas versteckt liegenden St Jacobuskirche, eine mittelalterliche Gründung und ursprünglich die Pfarrkirche. Wir erleben eine Überraschung . ist dies doch ein quadratischer Bau mit umlaufender Empore . sie wirkt durch ihre Höhe und die lichten Farben. Die Orgel klebt schier an der Wand gegenüber dem Altar . sie wirkt sicher kleiner als sie ist . der Klang ist klar und ruhig . wir hörten auch nur eine Komposition.
Die Organisten dürfen zu Herrn Ascherl auf die Empore. Anschliessend folgt ein Spazierweg durch die Stadt . um das Rathaus gibt es interessante Häuser zu sehen, - es gibt noch einen kleinen Markt um das alte Rathaus . hier finden wir für die Mittagspause Imbiss nach eigener Vorstellung.

Nach Nebel und Kühle bescherte uns die Kurstadt Bad Kissingen nach dem Mittagsmahl blauen Himmel und Sonnenschein . auf verschiedenen Wegen gelangen wir zur Evangelischen Erlöserkirche (1840) . ein heute grosser Bau . den Bedürfnissen der zunehmenden Zahl der protestantischen Kurgäste allmählich angepasst und immer wieder erweitert . vergrössert . verlängert, die Emporenverkleidung und Decke aus Holz wirkt etwas seltsam in einer Kurstadt . das Ganze ist nicht unbedingt harmonisch und bedarf dringend der Renovierung . der Schmutz an den Wänden ist deutlich sichtbar.
Trotzdem bietet das Spiel auf der Steinmeyerorgel einen schönen Klang . KMD Jörg Wöltsche spielt Literatur und improvisiert zur Registerdarstellung.

Nun weiter nach Münnerstadt
Wir müssen nicht weit laufen vom Busausstieg . stehen eine Weile vor der schlichten Fassade der Stadtpfarrkirche St Maria Magdalena unserer Führung harrend. Aber diese erwartet eigentlich eine andere Gruppe, die kurz vorher eine Buchung hat . aber das dauert . Nun, wir können in die Kirche hineingehen und jeder geniesst erst einmal den Blick auf den Riemenschneideraltar und man stöbert in den Ecken . findet Reste von alten Fresken, bewundert die grauziselierten Schmuckkränze (Grisaillemalereien) um Fenster und Türen, - der Raum ist wahrhaft eine mächtige Renaissancehalle!- die Orgel über einer Empore, die von spielerisch wirkenden Säulen getragen wird.
Die erste Gruppe kommt, der Führer ist aber sehr geschickt und betreut uns gemeinsam . schildert die Geschichte der Kirche und vor allem das Schicksal der Altars, der keineswegs seit Tilman Riemenschneider da steht, sondern öfter nach Zeitgeschmack ausgetauscht, umstrukturiert, verkauft und verteilt wurde. Schliesslich wiederhergestellt und ergänzt, denn einige Teile gehören unterdessen Museen.
Eine zweite Kostbarkeit sind die unveränderten alten Glasfenster in der Apsis .
Leider nur von Weitem zu besehen, aber man kann die Vielseitigkeit und die wunderbaren Farben von unseren Plätzen aus wahrnehmen.
Nun wird aber auch unserem Wunsch nach Hören der Orgel Genüge getan .
Ein voller Klang erfüllt den Raum! Regionalkantor Peter Rottmann spielt ein vielseitiges Programm auf der Klais-Orgel.
Wir gehen ganz beschwingt hinauf zur Hauptstrasse zu unserem Bus.

Die Fahrt geht nun wieder über Bad Kissingen nach Hammelburg.
Die Sonne scheint, wir folgen dem lieblichen Tal der fränkischen Saale . bis wir von weitem die Burg Saaleck erkennen . aber wir fahren hinüber zur Stadt . gehen im Sonnenschein hinauf zur Stadtpfarrkirche St Johannes der Täufer
Welch eine Orgel- sie schwebt schier im Raum . die 3 unermüdlichen, die mit Kantor Dieter Blum hinaufgehen dürfen . scheinen irgendwo dort auch befestigt zu sein.
Das kräftige Rotbraun der Säulen und Bögen zu hellem Grund macht alles sehr fröhlich, der Altarraum ist schlicht . könnte wohl auch kaum gegen diesen Raum wirksam sein. Nach wunderbaren vielseitigem Orgelspiel (Buxtehude, Bach, Dubois, Blum „Was Gott tut , das ist wohlgetan“) wird auch kurz der Hammel am Rückpositiv-Fusse erscheinen . das wollten wir doch sehen und hören!!!

Beglückt laufen wir hinüber zum Hauptplatz in unser schönes Weinlokal . die bestellten Mahlzeiten munden, Wein wird probiert (und eingekauft) . sodass wir recht pünktlich wieder im Bus sitzen können, um den Vorgaben des Busunternehmens gerecht zu werden. Die Speisenverteilung klappte perfekt. Die Mitarbeiterinnen hatten alles im Griff. Es ist ein ruhiges Heimrollen . und wie so oft . ein gutes Tröpfchen zum Abschluss aus Hammelburg als legendärer Absacker im Bus - unser Vorstand, besonders die Walzens wissen, was uns erfreut --- Danke für alles!

2016

31. Jahresfahrt

"Orgeln in der westlichen Wetterau"
Büdesheim (Förster & Nicolaus), Groß-Karben (Bürgy), Ilbenstadt (Onimus), Friedberg (Bosch), Ockstadt, Bad Nauheim. 42 Teilnehmer. Man ist erstaunt über die unbekannten kleinen und großen Kirchen in der näheren Umgebung. Orgelvorführungen werden vom Sachverständigen der evang. Landeskirche, Herrn Thomas Wilhelm mit ausgewählter Literatur und gekonnt gespielt. In Ockstadt improvisiert Hausorganist Rainer Bingel und stellt die Oberlinger-Orgel vor. Das Mittagessen nehmen die Orgelfreunde im Golfrestaurant Ockstadt in Form eines ausgezeichneten Büfetts ein. In Bad Nauheim sind wir in der evang. Kirche zu Gast, Orgelvorführung der Walcker-Orgel durch Herrn Wilhelm.

Das Abendessen findet im "Quellenhof Karben" statt. Das Essen ist vorzüglich und das "System Walz" mit der Vorbestellung funktioniert auch hier zur Überraschung der Wirtsleute reibungslos. Alle Teilnehmer bestätigen die sehr gute Organisation und loben die ausführlichen Reiseunterlagen. Und wieder einmal spielt das Wetter mit, ein herrlicher Tag. Wenn da nicht eine orientierungslose Teilnehmerin in Bad Nauheim gesucht werden muß. Wir verlieren 35 Min. Der Bus fährt einmal um halb Bad Nauheim bis die Person tatsächlich entdeckt wird (zum Glück kein reguläres Mitglied des Förderkreises).

2015

30. Jahresfahrt

Orgeln in Maria Laach, Koblenz St. Kastor und Florinskirche, Montabaur Donnerstag, 08. Okt. 2015

2014

29. Jahresfahrt

"Orgeln in Darmstadt und Umgebung", 46 Teilnehmer; Ziele: Darmstadt, Pauluskirche, St. Ludwig, Stadtkirche, Worfelden
(Führung durch Dr. Balz, Sachverständiger der ev. Kirche i.R.), Pfungstadt ev.
Mittagessen im Ratskeller Darmstadt, Abendessen im Brauhaus Pfungstadt.

2013

28. Jahresfahrt

"Orgeln im Kinzigtal" Niedergründau, Gelnhausen, Wächtersbach, evang. und kath. Kirchen, Salmünster und Freigericht-Horbach

Kultour entlang der Königsstraße

Kunstgeschichtliche und musikalische Erlebnisse begeisterten die Teilnehmer der 28. Jahresfahrt des Förderkreises Orgel und Orgelmusik an St. Nikolaus in Bergen Enkheim

von Marion Spinner

“Willst Du immer weiterschweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.. Erneut fand der Goethe-Vers eine gelungene Bestätigung: 5 Städtchen im Main-Kinzig-Kreis boten Kultour-Genuss für Entdeckungshungrige. Vorstandsmitglied Bernd Walz und seine tüchtigen Helfer boten 52 Teilnehmern ein Programm mit vielen überraschenden Kleinodien. Wieder einmal waren die Teilnehmer über die perfekte Planung begeistert, eine Mappe mit allen wichtigen Informationen leistete gute Dienste.

In stiller Abgeschiedenheit erwartet die Bergkirche Niedergründau ihre Besucher. Die schlichte klassizistische Kirche mit gotischem Turm wurde in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts mit einer stattlichen Orgel in zeitentsprechendem Gewand aus der Werkstatt des Thüringer Orgelbauers Ratzmann ausgestattet. Nach Begrüßung durch die Vorsitzende des Fördervereins, Barbara Hagemann, machte Organist Olaf Müller für die Orgelfreunde mit seinen gut gewählten Kostproben die musikalische Pracht des Instruments hörbar.

Folgt man der Via Regia gen Osten, gelangt man bald in die Barbarossastadt Gelnhausen. Schon von weitem grüßen die vier Turmspitzen der imposanten Marienkirche, dem Wahrzeichen der Stadt. Ihre kunstgeschichtlichen Schätze bringt das kompetente Ehepaar Kalbfleisch den Mitreisenden in einer interessanten Führung nahe. Musikalisch werden wir überrascht durch ein kleines, feines Orgelkonzert des Bezirkskantors Sascha Heberling. Wir hören u.a. die “Petite Suite in Blue“ von Johannes M. Michel und erleben, wie beschwingt die “Königin der Instrumente“ Welten verbinden kann, wenn ein zeitgenössisches Orgelwerk mit jazzigen Elementen in frühgotischer Umgebung erklingt.

Die 3. Station der Fahrt ist Wächtersbach. In der modernen Zeltdach-Kirche Mariä Himmelfahrt finden wir eine Rieger-Orgel vor, deren Gestaltung in Gehäuse und Pfeifenanordnung architektonische Elemente der Kirche aufnimmt und konsequent fortsetzt. Willi Eutebach, Mitglied des Vorstandes des Förderkreises, spielt hier für uns.

Die große Überraschung am Wächtersbacher Schloss: Andrea Walz hat Gaskocher, Tische und Bänke aufgebaut und versorgt die Gruppe mit Gulaschsuppe, Brötchen, Kaffee, Gebäck und Wasser. In Erwartung des angekündigten abendlichen Büfetts war die einfache Versorgung genau richtig und wurde mit viel Spaß aufgenommen.

Nach diesem zünftigen Mittags-Picknick besuchen wir die baugeschichtlich hochinteressante Evangelische Fachwerkkirche mit ihrem außergewöhnlichen Wehrturm. Frau Berger, Kantorin der Kirche, hat für uns ein kleines Konzert auf der Jäger & Brommer Orgel vorbereitet.

Bad Soden-Salmünster ist die nächste Station unserer Tour entlang der Via Regia. In Eigenleistung der Mönche des Franziskanerklosters entstand im 18. Jahrhundert die Kirche St. Peter und Paul mit reicher Fuldaer Barockausstattung - und 76 Engeln, die aufmerksam Suchende im Kirchenschiff finden können. Die Silhouette der Orgel symbolisiert auch eine Engelsfigur . ein besonderer Einfall des Orgelbauers Jann und des Architekten Prof. Grundmann, die das Instrument in den 1990er Jahren gemeinsam erschaffen haben. Der Organist Norbert Ross bietet nach seiner kurzweiligen Kirchen-Einführung ein facettenreiches Konzert kleiner, aber mitreißender Kompositionen.

Freigericht-Horbach ist das 5. Fahrtziel - wir hören uns ein in den besonderen, kräftig-klaren Klang einer englischen Orgel: In der Kirche St. Michael erleben wir im abwechslungsreichen und hinreißendem Schlusskonzert mit “unserem. Bergen Enkheimer Organisten Bernd Walz die Klangvielfalt der Albert Keates-Orgel, die 1909 in Sheffield South Yorkshire erbaut, jetzt seit 2007 Besucher in Hessen und Organisten aus nationalen und internationalen Regionen begeistert.

Leckere Köstlichkeiten, im Gemeindezentrum vorbereitet von den Familien Brieger und Berger in Horbach runden den Tag kulinarisch ab. Und, weil Musikbegeisterte es doch nicht lassen können, findet die Fahrt ihren Ausklang mit Volkslieder-Gesang zur Keates-Orgel in der eigens dafür wieder aufgeschlossenen Kirche . bei dem natürlich auch das Claudius-Abendlied vom aufgegangenen Mond nicht fehlte.

Bleibt abschließend nur festzustellen, dass das Wetter wie geschaffen für eine Fahrt war, die lange noch Gesprächsthema sein wird.

2012

27. Jahresfahrt

Seligenstadt, Alzenau, Erlenbach, Kleinheubach, Miltenberg

Seligenstadt, Basilika, Neubau 1978 Fa. Wilbrandt; III / P., 50 Reg.; Alzenau, St. Justinus,
Gehäuse 1720, Werk neu Klais, III/ P., 37 Reg.; Erlenbach, Peter und Paul, Albiez 1985,
III / P, 43 Reg.; Miltenberg, Stadtpfarrkirche St. Jakobus d.Ä., Gehäuse Schleich 1699,
Neubau 2004, III / P. 32 Reg. Vleugels; Kleinheubach, ev. Kirche, Gehäuse Dauphin 1710,
Neubau II / P. 18 Reg. von Rieger, Vorarlberg

2011

26. Jahresfahrt

"Orgeln am Main"; Dreikönigskirche (Walcha-Orgel) Kantor Andreas Köhs
Domführung, Domorgel-Vorführung durch DO Hans-Otto Jakob; St. Justinus, Höchst, Kantor i.R. Rolf Henry Kunz (Kuhn-Orgel); Flörsheim, St. Gallus; ehemalige Orgel der Karmeliterkirche Frankfurt von 1709, DKMD Andreas Großmann.

2010

25. Jahresfahrt

Wetter, ehemalige Stiftskirche mit historischer Orgel; Marburg, Elisabethkirche mit neuer Klais-Orgel, Schloßbesichtigung; Kugelkirche mit Woehl-Orgel (Walz)

2009

24. Jahresfahrt

Bad Homburg, Erlöser- Marien- und Schloßkirche. Mittagessen in der Klosterschänke
BH-Kirdorf, "Rotkäppchen III", Seulberg, Obererlenbach, Abschluß beim "Rupp".

2008

23. Jahresfahrt

Burg Greifenstein (Glockenmuseum, Schlosskapelle), Dillenburg (Pferdegestüt, Wilhelmsturm, Kasematten, Stadtkirche, kath. Kirche), Herborn (Stadtrundgang)

2007

22. Jahresfahrt

Ostheim vor der Rhön, Orgelbaumuseum, Kirchenburg - Meiningen
Werkstattbesuch bei Orgelbau Förster & Nicolaus

2006

21. Jahresfahrt

Oppenheim (Woehl-Orgel Katharinenkirche) Alzey - Kirchheimbolanden

2005

20. Jahresfahrt

Idstein - Dietkirchen - Gelbachtal - Bad Ems

2004

19. Jahresfahrt

Mannheim (Christus- und Jesuitenkirche), Schwetzingen (Schloß), Brauerei Velte

2003

18. Jahresfahrt

Würzburg (Dom, Domorgel mit Domorganist Damjakob) Käppele, Augustinerkirche (Organist Erwin Horn), Marienburg, Residenz

2002

17. Jahresfahrt

Limburg (Domorgel mit Prof. Eichenlaub), Weilburg (Schlosskirche), Erbis-Mühle

2001

16. Jahresfahrt

Goldbach (Chororgel), Aschaffenburg (Herz-Jesu-Kirche), Stiftskirche, Schloss

2000

15. Jahresfahrt

Wiesbaden (Lutherkirche, Marktkirche, Haupt- und Chororgel, Carillon), Hochheim-Diedenbergen (historische Bürgy-Orgel)

1999

14. Jahresfahrt

Fritzlar (Dom, Klais-Orgel, Dommuseum, Altstadt), Laubach / Münster)

1998

13. Jahresfahrt

Wertheim, Stadtkirche, Kloster Bronnbach, Helmstadt (Haus Capriccio - Prof. Kaunzinger) und St. Martin

1997

12. Jahresfahrt

Meisenheim, Stumm-Orgel, Idar-Oberstein, Edelstein-Mine, Waldböckelheim

1996

11. Jahresfahrt

Alsfeld, Lauterbach, Schloß Eisenbach, Herbstein, Niedermoos, historische Orgel

1995

10. Jahresfahrt

Kiedrich, historische Orgel, Kloster Eberbach, Basilika Mittelheim, Aulhausen

1994

9. Jahresfahrt

Schifffahrt von Heidelberg nach Hirschhorn; Erbach, Amorbach, große Stumm-Orgel

1993

8. Jahresfahrt

Hachenburg, Kloster Marienstatt, Höhr-Grenzhausen, Grenzau

1992

7. Jahresfahrt

Worms, Dom, Judenfriedhof, Synagoge, Ritualbad, Glockenspiel im Turm der ev. Lutherkirche, Zellertal-Zell

1991

6. Jahresfahrt

Münsterschwarzach, Abtei, Ebrach, zwei historische Chrorgeln, Sommerach

1990

5. Jahresfahrt

Wetzlar (Dom), Schaubergwerk Oberbiel, Klosterkirche Altenberg, historische Orgel

1989

4. Jahresfahrt

Mainz, Domorgeln, St. Stephan (Chagall-Fenster), Bodenheirn

1988

3. Jahresfahrt

Fulda, Domorgel, Dom-Museum, Ostheim vor der Rhön, hist. Orgel

1987

2. Jahresfahrt

Linz am Rhein (Musikautomaten-Museum), Abtei Maria Laach

1986

1. Jahresfahrt

Lich (Orgelbaufirma Förster & Nicolaus), Marienstiftskirche, Kloster Arnsburg
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